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Wohnen & Mieten

Mieterhöhung-Vorlage kostenlos – Musterschreiben zum Ausfüllen

Mit dieser kostenlosen Vorlage erstellst du als Vermieter in wenigen Minuten ein rechtssicheres Mieterhöhungsschreiben – das Zustimmungsverlangen zur ortsüblichen Vergleichsmiete nach § 558 BGB, mit vorgeschriebener Begründung. Online ausfüllen und als PDF oder Word herunterladen. Mieter finden hier zugleich, worauf sie die Erhöhung prüfen sollten.

Zuletzt geprüft: · ca. 2.900 Suchanfragen/Monat

Mieterhöhung-Vorlage kostenlos – das Wichtigste in Kürze

Ein Vermieter kann die Miete nicht einfach einseitig festsetzen. Für die Anhebung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete braucht es ein förmliches Mieterhöhungsverlangen – juristisch ein Zustimmungsverlangen nach § 558 BGB. Der Vermieter *verlangt* die Zustimmung des Mieters; erst mit dieser (oder einem Urteil) gilt die neue Miete. Diese Vorlage liefert genau dieses Musterschreiben zum Ausfüllen als PDF oder Word.

Drei Voraussetzungen müssen erfüllt sein: Die Miete muss zu dem Zeitpunkt, zu dem die Erhöhung eintreten soll, seit 15 Monaten unverändert sein, und das Verlangen darf frühestens ein Jahr nach der letzten Mieterhöhung gestellt werden (Jahressperrfrist). Die neue Miete darf die ortsübliche Vergleichsmiete nicht übersteigen – das sind die üblichen Entgelte für vergleichbare Wohnungen (Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit, Lage), die in den letzten sechs Jahren vereinbart oder geändert wurden. Und es gilt die Kappungsgrenze (§ 558 Abs. 3 BGB): Innerhalb von drei Jahren darf die Miete um höchstens 20 % steigen, in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt nur um 15 %.

Das Schreiben muss begründet sein (§ 558a BGB) und genügt der Textform – anders als eine Kündigung braucht es also keine handschriftliche Unterschrift, ein Brief, Fax oder eine E-Mail reicht. Als Begründungsmittel kommen in Betracht: ein Mietspiegel (einfacher oder qualifizierter, §§ 558c, 558d BGB), die Auskunft aus einer Mietdatenbank (§ 558e BGB), ein Sachverständigengutachten oder die Benennung von mindestens drei vergleichbaren Wohnungen (Vergleichswohnungen). Ohne taugliche Begründung ist das Verlangen unwirksam.

Der Mieter hat eine Zustimmungsfrist (§ 558b BGB): bis zum Ablauf des zweiten Kalendermonats, der auf den Zugang des Schreibens folgt. Stimmt er zu, schuldet er die erhöhte Miete ab Beginn des dritten Kalendermonats nach Zugang. Verweigert er die Zustimmung, kann der Vermieter innerhalb von weiteren drei Monaten auf Erteilung der Zustimmung klagen (Zustimmungsklage). Wichtig für beide Seiten: Schweigen gilt nicht als Zustimmung, und der Mieter darf auch teilweise zustimmen.

Aus Mietersicht lohnt sich vor jeder Unterschrift eine Prüfung: Sind die Fristen (15 Monate, Jahressperre) gewahrt? Ist das Schreiben ordnungsgemäß begründet und die Kappungsgrenze eingehalten? Liegt die verlangte Miete wirklich innerhalb der ortsüblichen Vergleichsmiete – etwa laut Mietspiegel? Eine Modernisierungsmieterhöhung nach § 559 BGB (Umlage von 8 % der Modernisierungskosten pro Jahr) folgt eigenen Regeln und ist von der Erhöhung zur Vergleichsmiete zu trennen. Im Zweifel hilft der örtliche Mieterverein oder eine Rechtsberatung weiter.

Zahlen & Fakten · Wohnen & Mieten

27,9 %
ihres Nettoeinkommens geben Hauptmieterhaushalte im Schnitt für die Bruttokaltmiete aus (Mietbelastungsquote).
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Mikrozensus (2022)
7,40 €
betrug die durchschnittliche Nettokaltmiete je Quadratmeter in Deutschland – Maßstab für die ortsübliche Vergleichsmiete.
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Mikrozensus (2022)
52,8 %
der Menschen in Deutschland leben zur Miete – EU-weit der höchste Anteil.
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis) (2025)

In 4 Schritten zur fertigen Vorlage

  1. 01

    Parteien & Wohnung eintragen

    Name und Anschrift von Vermieter und Mieter sowie die genaue Anschrift der Wohnung (Lage/Etage) angeben.

  2. 02

    Bisherige & neue Miete

    Aktuelle Nettokaltmiete und die verlangte neue Nettokaltmiete eintragen. Prüfe die Kappungsgrenze (max. 20 %, in angespannten Lagen 15 % in 3 Jahren).

  3. 03

    Begründung wählen

    Mietspiegel, drei Vergleichswohnungen, Sachverständigengutachten oder Mietdatenbank angeben und konkret benennen (§ 558a BGB) – sonst ist das Verlangen unwirksam.

  4. 04

    PDF oder Word herunterladen

    Fertiges Mieterhöhungsschreiben als PDF oder Word laden oder die leere Vorlage ausdrucken. Textform genügt – eine Unterschrift ist rechtlich nicht zwingend.

  5. 05

    Zustellen & Frist beachten

    Nachweisbar zustellen (Einwurf-Einschreiben/Bote). Der Mieter hat bis zum Ablauf des zweiten Monats nach Zugang Zeit zur Zustimmung (§ 558b BGB).

Kostenlose Mieterhöhung-Vorlage zum Ausfüllen als PDF und Word – Musterschreiben des Vermieters zur ortsüblichen Vergleichsmiete nach § 558 BGB
Kostenlose Mieterhöhung-Vorlage zum Ausfüllen als PDF und Word – Musterschreiben des Vermieters zur ortsüblichen Vergleichsmiete nach § 558 BGB

Häufige Fragen

Wie oft und um wie viel darf die Miete erhöht werden?

Bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete und höchstens um 20 % innerhalb von drei Jahren, in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt nur um 15 % (Kappungsgrenze, § 558 Abs. 3 BGB). Die Miete muss zudem seit 15 Monaten unverändert sein und das Verlangen frühestens ein Jahr nach der letzten Erhöhung gestellt werden.

Muss eine Mieterhöhung begründet werden?

Ja. Das Mieterhöhungsverlangen muss in Textform begründet werden (§ 558a BGB) – zulässige Begründungsmittel sind ein Mietspiegel, eine Mietdatenbank, ein Sachverständigengutachten oder mindestens drei vergleichbare Wohnungen. Ohne taugliche Begründung ist es unwirksam.

Muss das Mieterhöhungsschreiben unterschrieben sein?

Nein. Für das Verlangen genügt die Textform (§ 558a BGB); es ist keine eigenhändige Unterschrift wie bei einer Kündigung nötig. Brief, Fax oder E-Mail sind möglich – aus Beweisgründen ist ein nachweisbar zugestellter Brief aber ratsam.

Welche Frist hat der Mieter zur Zustimmung?

Bis zum Ablauf des zweiten Kalendermonats, der auf den Zugang des Schreibens folgt (§ 558b BGB). Bei Zustimmung ist die erhöhte Miete ab Beginn des dritten Kalendermonats nach Zugang zu zahlen. Schweigen gilt nicht als Zustimmung.

Was passiert, wenn der Mieter nicht zustimmt?

Der Vermieter kann innerhalb von drei weiteren Monaten nach Ablauf der Zustimmungsfrist auf Erteilung der Zustimmung klagen (Zustimmungsklage, § 558b Abs. 2 BGB). Der Mieter kann der Erhöhung auch nur teilweise zustimmen.

Was ist der Unterschied zur Modernisierungsmieterhöhung?

Die Erhöhung zur ortsüblichen Vergleichsmiete (§ 558 BGB) verlangt die Zustimmung des Mieters. Die Modernisierungsmieterhöhung (§ 559 BGB) legt bis zu 8 % der Modernisierungskosten pro Jahr auf die Jahresmiete um und wirkt einseitig – sie unterliegt anderen Regeln und Kappungen.