Comic-Vorlage kostenlos zum Ausdrucken – das Wichtigste in Kürze
Wie viele Panels eine Comicseite braucht, hängt vom Tempo der Geschichte ab: Wenige, große Kästen wirken ruhig und lassen einzelnen Momenten Raum, viele kleine Kästen erzeugen Tempo und eignen sich für schnelle Wendungen oder Slapstick. Diese Vorlage bietet vier Raster – von vier großen Kästen bis zu neun kleinen – damit du das Tempo deiner Geschichte selbst bestimmst.
Der schmale Zwischenraum zwischen zwei Panels heißt Gutter (englisch für Rinne) – dort passiert erzähltechnisch nichts, die Fantasie der Leser:innen ergänzt den Sprung von einem Kasten zum nächsten. Zu breite Gutter wirken zerrissen, zu schmale lassen die Panels ineinanderlaufen; die gestrichelten Linien dieser Vorlage geben bereits einen gleichmäßigen Abstand vor.
Bei Sprechblasen zeigt das kleine Schwänzchen (der „Tail“) immer zur sprechenden Figur. Zeichne die Blase zuerst als groben Umriss, ergänze den Text, und ziehe das Schwänzchen erst danach in Richtung Mund – so bleibt der Text lesbar, statt sich einer vorher fixierten Blasenform anpassen zu müssen.
Gelesen wird ein Comic wie ein Text: von links oben nach rechts unten, Zeile für Zeile. Achte beim Zeichnen darauf, dass die Handlung dieser Reihenfolge folgt – ein Sprung in der Leserichtung verwirrt selbst dann, wenn jedes einzelne Bild für sich klar ist.
Für den Einstieg – gerade bei Kindern oder in der Grundschule – eignen sich drei bis vier Panels am besten: genug, um Anfang, Mitte und Ende einer kleinen Geschichte zu zeigen, aber wenig genug, um nicht die Übersicht zu verlieren. Im Deutschunterricht ist die Bildergeschichte eine klassische Schreibaufgabe; das Panel-Raster gibt dabei die Struktur vor, in die Kinder ihre Geschichte zeichnen und anschließend verschriftlichen.