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Malen & Zeichnen

Gesicht zeichnen lernen: kostenlose Proportions-Vorlage

Die Augen sitzen nicht dort, wo man sie vermutet: genau auf halber Kopfhöhe. Diese Vorlage zeigt das Hilfslinien-Gerüst der klassischen Proportionslehre – Kopf-Oval, Mittellinie, Augen-, Nasen- und Mundlinie – zum Drüberzeichnen und Üben.

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Gesicht zeichnen lernen: kostenlose Proportions-Vorlage – das Wichtigste in Kürze

Die Loomis-Methode zerlegt jeden Kopf in einen Kreis plus Achsenkreuz: ein Kreis für den Schädel, eine senkrechte Mittelachse für die Blickrichtung und eine waagerechte Achse, die grob die Augenhöhe markiert. Aus dieser einfachen Grundform lässt sich jeder Blickwinkel ableiten – Frontal, Halbprofil, Profil –, weil sich nur die Achsen um die Kugelform herum verschieben, nicht die Proportionen selbst. Diese Vorlage liefert das Ergebnis für die Frontalansicht fertig vorgezeichnet, damit du direkt mit den Gesichtszügen beginnen kannst. Das gezeichnete Oval fällt etwas kleiner aus als die eingestellte cm-Zahl – bei 18 cm ist der Kopf rund 11,5 × 13,8 cm groß. Für ein bestimmtes Maß den Ausdruck kurz nachmessen.

Der häufigste Anfängerfehler: Die Augen werden zu weit oben angesetzt, meist im oberen Drittel des Kopfes. Tatsächlich liegt die Augenlinie auf halber Gesamthöhe des Kopfes, vom Scheitel bis zum Kinn gemessen – der Bereich oberhalb ist Stirn und Schädeldecke, und der wirkt für ungeübte Augen erstaunlich groß. Wer diese eine Linie richtig setzt, bekommt fast automatisch auch Nase und Mund richtig, weil beide relativ zur Augenlinie definiert sind.

Für den Augenabstand gilt die Faustregel „ein Auge Platz zwischen den Augen“: Die Kopfbreite in der Augenlinie entspricht etwa fünf Augenlängen, wobei die Lücke zwischen den beiden Augen selbst ein Auge breit ist. Sitzen die Augen zu eng zusammen, wirkt das Gesicht sofort jünger und rundlicher als beabsichtigt; sitzen sie zu weit außen, entsteht ein maskenhafter Ausdruck – beide Fehler vermeidest du, indem du erst die Mittellinie und dann symmetrisch nach außen misst.

Unterhalb der Augenlinie teilt sich das Gesicht in drei etwa gleich große Abschnitte: von der Augenlinie zur Nasenunterkante, von dort zur Mundspalte, und von der Mundspalte zum Kinn. Anfänger zeichnen die Nase meist zu kurz und den Mund zu nah am Kinn – beide Linien liegen in der Vorlage bereits an der richtigen Stelle, sodass du nur noch die Form der Züge ergänzt.

So arbeitest du mit dem Gerüst: zuerst die Augen als Mandelform auf der Augenlinie ansetzen, symmetrisch zur Mittelachse. Danach die Nasenspitze auf die Nasenlinie setzen, die Breite orientiert sich am Augenabstand. Mund auf die Mundlinie, die Mundwinkel liegen ungefähr unter den Pupillen. Zum Schluss Ohren (reichen von Augen- bis Nasenlinie), Augenbrauen knapp über der Augenlinie und Haaransatz ergänzen – dann die Hilfslinien radieren.

Für die Halbprofilansicht verschiebt sich die Mittelachse zur Seite und folgt der Wölbung des Kopfes, die Augen-, Nasen- und Mundlinie krümmen sich entsprechend mit – das übst du am besten erst, wenn die Frontalansicht sicher sitzt. Normales Druckerpapier reicht zum Vorzeichnen mit Bleistift völlig aus, und wer mehrere Blätter in einer Sitzung ausdruckt, sieht am schnellsten, welche Proportion noch hakt.

In 4 Schritten zur fertigen Vorlage

  1. 01

    Gerüst einstellen

    Größe in Zentimetern wählen und die Ansicht „nur Kontur“ aktivieren, damit ausschließlich Hilfslinien ohne Füllung erscheinen.

  2. 02

    Kopf und Achsen prüfen

    Oval, Mittellinie sowie Augen-, Nasen- und Mundlinie in der Vorschau kontrollieren, bevor du druckst.

  3. 03

    Ausdrucken

    PDF, SVG oder PNG herunterladen und im Druckdialog die Originalgröße statt der Seitenanpassung wählen.

  4. 04

    Gesichtszüge darüberzeichnen

    Augen auf die Augenlinie setzen, Nase und Mund auf ihre Linien, danach Ohren, Brauen und Haaransatz ergänzen und die Hilfslinien radieren.

Gesicht-zeichnen-Vorlage – Kopf-Oval mit Loomis-Hilfslinien: Mittelachse, Augenlinie auf halber Höhe, Nasen- und Mundlinie zum Üben der Gesichtsproportionen
Gesicht-zeichnen-Vorlage – Kopf-Oval mit Loomis-Hilfslinien: Mittelachse, Augenlinie auf halber Höhe, Nasen- und Mundlinie zum Üben der Gesichtsproportionen

Häufige Fragen

Wie funktioniert die Loomis-Methode?

Sie zerlegt den Kopf in einen Kreis für den Schädel plus ein Achsenkreuz aus Mittel- und Augenlinie. Aus dieser Grundform lässt sich jeder Blickwinkel ableiten, weil sich nur die Achsen auf der Kugelform verschieben, nicht die Proportionen selbst.

Wo genau liegt die Augenlinie im Gesicht?

Auf halber Höhe des gesamten Kopfes, vom Scheitel bis zum Kinn gemessen – nicht im oberen Drittel, wie Anfänger oft annehmen. Der Bereich oberhalb der Linie ist Stirn und Schädeldecke.

Wie groß sollte der Augenabstand sein?

Etwa eine Augenlänge zwischen den beiden Augen – die Kopfbreite in der Augenlinie entspricht insgesamt rund fünf Augenlängen. Zu eng wirkt jünger und rundlicher, zu weit außen wirkt maskenhaft.

Welche typischen Fehler macht man beim Gesichtzeichnen?

Augen zu hoch ansetzen, die Nase zu kurz zeichnen und den Mund zu dicht ans Kinn setzen – alle drei entstehen, weil die Augenlinie falsch gesetzt wurde. Sitzt sie auf halber Höhe, fallen die übrigen Proportionen fast automatisch richtig.

Wie zeichne ich ein Gesicht im Halbprofil?

Verschiebe die Mittelachse zur Seite und lass sie der Wölbung des Kopfes folgen; Augen-, Nasen- und Mundlinie krümmen sich entsprechend mit. Das gelingt leichter, wenn die Frontalansicht schon sicher sitzt.

Für welches Alter oder Level ist die Vorlage geeignet?

Für alle, die Proportionen lernen wollen – vom Schulkind bis zum erwachsenen Anfänger. Fortgeschrittene nutzen das Gerüst eher zur Kontrolle, wenn eine Zeichnung „irgendwie schief“ wirkt.

Wie oft sollte ich mit der Vorlage üben?

Zeichnen lernt man durch Wiederholung: Drucke das Gerüst mehrfach aus und zeichne jedes Mal andere Gesichtszüge darüber, statt am einen Blatt zu radieren, bis das Papier durchscheuert.

Feedback & Vorschläge

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