Schultüten-Vorlage zum Basteln & Bekleben – das Wichtigste in Kürze
In Deutschland bekommt praktisch jedes Kind am ersten Schultag eine Schultüte überreicht, meist zusammen mit den Großeltern oder Patenonkeln – eine Tradition, die es so in kaum einem anderen Land gibt. Die klassische Tüte ist dabei alles andere als klein: Zwischen 70 und 85 cm Länge sind üblich, manche Familien basteln sie sogar knapp körpergroß, damit auf dem Einschulungsfoto möglichst wenig vom Kind zu sehen ist.
Gebaut wird der Grundkörper aus einem Halbkreis aus stabilem Fotokarton, den man zu einem Kegel rollt und an der Nahtstelle verklebt – aus reiner Geometrie wird so ohne Schnittmuster ein spitzer Kegel mit rundem, offenem oberen Rand. Je größer der Radius des Halbkreises, desto länger und spitzer wird die fertige Tüte, ein kleinerer Radius ergibt eine kürzere, bauchigere Form.
Den oberen Rand schließt traditionell eine Rüsche aus Krepppapier oder Tüll ab, die in den Kegel gesteckt und außen umgeklappt wird – genau dieses gewellte Randstück greift die Silhouette dieser Vorlage auf. Ohne die Rüsche wäre die Form nur ein Kegel; erst der gekräuselte Abschluss macht die Form auf den ersten Blick als Schultüte erkennbar.
Gefüllt wird die Tüte klassischerweise mit Süßigkeiten, kleinen Spielsachen und nützlichen Schulsachen wie Buntstiften, einem Radiergummi oder einem ersten Federmäppchen – schwere Bücher oder der eigentliche Schulranzen-Inhalt gehören eher nicht hinein, damit die Tüte beim Tragen nicht reißt.
Weil ein 80 cm langer Kegel auf keinem Drucker Platz hat, ist diese Vorlage bewusst das kleine Motiv, nicht die ganze Tüte: als Aufkleber auf die selbst gebastelte große Tüte, als Namensschild daran, als Motiv auf der Einladungskarte zur Einschulungsfeier oder als Fensterbild für die Klassenzimmertür. Für den Kegel selbst brauchst du weiterhin einen echten Halbkreis in Originalgröße – am besten direkt auf dem großen Karton angezeichnet statt ausgedruckt.