Portfolio Kindergarten – das Wichtigste in Kürze
Ein Portfolio im Kindergarten ist ein persönlicher Ordner, der die Entwicklung eines Kindes über die Kita-Zeit sichtbar macht. Seite für Seite entsteht so ein kleines Schatzbuch aus Fotos, gemalten Bildern und kurzen Texten – von den ersten Krippentagen bis zum Übergang in die Schule. Das Portfolio ist ein zentrales Werkzeug der Bildungsdokumentation, wie sie die Bildungs- und Erziehungspläne der Bundesländer vorsehen.
Der Klassiker ist die „Das bin ich“-Seite: Wie heiße ich, wie alt bin ich, was mag ich am liebsten? Dazu kommt ein Foto oder ein Selbstbildnis. Solche Seiten stehen meist am Anfang des Portfolios und werden über die Jahre immer wieder ergänzt – so lässt sich schön nachverfolgen, wie sich ein Kind verändert.
Herzstück vieler Portfolios ist die Lerngeschichte (nach dem Ansatz der „Learning Stories“ von Margaret Carr): eine wertschätzende, in der Ich-Perspektive des Kindes oder als kleine Erzählung verfasste Beschreibung dessen, was das Kind gemacht und dabei gelernt hat. Statt Defizite zu benennen, richtet der Blick sich auf Stärken, Interessen und kleine Erfolge – „Das habe ich gemacht“ und „Das kann ich schon“.
Ganz wichtig: Das Portfolio gehört dem Kind. Es entscheidet mit, was hineinkommt, und darf jederzeit darin blättern. Erzieherinnen und Eltern füllen die Seiten am besten gemeinsam mit dem Kind aus. Beim Einkleben von Fotos gilt es außerdem, den Datenschutz zu beachten – Aufnahmen anderer Kinder gehören nur mit Einverständnis der jeweiligen Eltern ins Portfolio.