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Recht & Verträge

Eidesstattliche Erklärung – kostenlose Vorlage zum Ausfüllen

Mit dieser kostenlosen Vorlage erstellst du eine eidesstattliche Erklärung für Versicherung, Amt oder Nachlass – inklusive der wichtigen Abgrenzung zur eidesstattlichen Versicherung. Am Bildschirm ausfüllen und als PDF oder Word herunterladen.

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Eidesstattliche Erklärung – das Wichtigste in Kürze

Eine eidesstattliche Erklärung ist eine schriftliche Versicherung, mit der eine Person die Richtigkeit einer Angabe besonders nachdrücklich bestätigt – häufig verlangt von Versicherungen, Ämtern, im Nachlassverfahren oder beim Nachweis verlorener Unterlagen. Der Begriff wird umgangssprachlich oft mit der „eidesstattlichen Versicherung“ gleichgesetzt, rechtlich sind das jedoch zwei verschiedene Dinge.

Eine eidesstattliche Versicherung im strafrechtlichen Sinn der §§ 156, 161 StGB liegt nur vor, wenn sie vor einer zur Abnahme zuständigen Stelle abgegeben wird – etwa vor einer Behörde, einem Gericht oder einem Notar. Nur in diesem Rahmen macht sich strafbar, wer wissentlich oder fahrlässig eine falsche Angabe an Eides statt versichert; das Strafgesetzbuch sieht dafür Freiheitsstrafe oder Geldstrafe vor.

Eine privat verfasste und unterschriebene eidesstattliche Erklärung – wie sie diese Vorlage erstellt – ist dagegen keine eidesstattliche Versicherung im Sinne dieser Strafvorschriften. Sie entfaltet ihre Wirkung dadurch, dass die Empfängerin oder der Empfänger – etwa eine Versicherung, ein Amt oder ein Nachlassgericht – sie als Nachweis akzeptiert. Ob und in welcher Form eine Stelle eine solche Erklärung annimmt, entscheidet sie im Einzelfall selbst.

Typische Anlässe sind der Nachweis eines Verlusts oder Diebstahls gegenüber einer Versicherung, Angaben zum Nachlass gegenüber einem Nachlassgericht, die Bestätigung fehlender Unterlagen gegenüber einer Behörde oder die Versicherung einzelner Tatsachen im Alltag, etwa gegenüber einer Bank oder einem Vermieter.

Auch außerhalb der strafrechtlich geregelten eidesstattlichen Versicherung bleibt eine bewusst falsche Erklärung nicht folgenlos: Wer damit eine Behörde, ein Gericht oder einen Vertragspartner täuscht, riskiert je nach Fall zivilrechtliche Ansprüche oder eine Strafbarkeit wegen Betrugs (§ 263 StGB). Formuliere die Angaben deshalb stets wahrheitsgemäß und so konkret wie möglich.

Für die private eidesstattliche Erklärung genügt in der Regel die Textform mit Ort, Datum und eigenhändiger Unterschrift. Verlangt eine Behörde, ein Gericht oder ein Notar ausdrücklich eine eidesstattliche Versicherung im förmlichen Sinn, wird diese vor Ort abgenommen – die schriftliche Erklärung allein ersetzt das nicht.

In 4 Schritten zur fertigen Vorlage

  1. 01

    Angaben zur Person eintragen

    Name, Geburtsdatum und Anschrift der erklärenden Person erfassen.

  2. 02

    Empfänger benennen

    Die Stelle eintragen, die die Erklärung verlangt oder entgegennimmt – etwa Versicherung, Amt oder Nachlassgericht.

  3. 03

    Sachverhalt wahrheitsgemäß beschreiben

    Den Sachverhalt konkret, vollständig und wahrheitsgemäß formulieren und den Zweck der Erklärung nennen.

  4. 04

    Unterschreiben & einreichen

    Als PDF oder Word herunterladen, eigenhändig unterschreiben und bei der genannten Stelle einreichen.

Eidesstattliche Erklärung Vorlage zum kostenlosen Ausfüllen und Herunterladen als PDF und Word – für Versicherung, Amt oder Nachlass
Eidesstattliche Erklärung Vorlage zum kostenlosen Ausfüllen und Herunterladen als PDF und Word – für Versicherung, Amt oder Nachlass

Häufige Fragen

Ist eine selbst geschriebene eidesstattliche Erklärung strafbar, wenn sie falsch ist?

Nicht als eidesstattliche Versicherung nach §§ 156, 161 StGB – diese Vorschriften greifen nur, wenn die Versicherung vor einer zuständigen Behörde, einem Gericht oder einem Notar abgegeben wird. Eine bewusst falsche private Erklärung kann aber andere rechtliche Folgen haben, etwa wegen Betrugs.

Was ist der Unterschied zwischen eidesstattlicher Erklärung und eidesstattlicher Versicherung?

Die eidesstattliche Versicherung im strafrechtlichen Sinn wird vor einer zuständigen Stelle abgegeben und ist bei falschen Angaben strafbar. Die privat verfasste eidesstattliche Erklärung hat diesen Status nicht; sie wirkt nur, wenn die Empfängerin oder der Empfänger sie als Nachweis akzeptiert.

Wo wird eine eidesstattliche Erklärung anerkannt?

Das entscheidet die jeweils angefragte Stelle selbst – etwa eine Versicherung, ein Amt oder ein Nachlassgericht. Verlangt sie eine förmliche eidesstattliche Versicherung, muss diese vor Ort abgenommen werden.

Muss ich die Erklärung notariell beglaubigen lassen?

Für die private eidesstattliche Erklärung meist nicht. Verlangt eine Stelle ausdrücklich eine eidesstattliche Versicherung im förmlichen Sinn, erfolgt diese vor der zuständigen Behörde, einem Gericht oder einem Notar.

Wofür wird eine eidesstattliche Erklärung häufig benötigt?

Häufig beim Nachweis eines Verlusts oder Diebstahls gegenüber Versicherungen, bei Angaben zum Nachlass, beim Fehlen von Unterlagen gegenüber Behörden oder zur Bestätigung einzelner Tatsachen gegenüber Banken oder Vermietern.

Welche Form braucht die Erklärung?

In der Regel reicht Textform mit Ort, Datum und eigenhändiger Unterschrift. Manche Empfänger verlangen zusätzlich eine Kopie eines Ausweisdokuments.

Kann ich die Erklärung später widerrufen oder korrigieren?

Eine bereits abgegebene Erklärung lässt sich nicht rückwirkend widerrufen. Stelle bei Irrtümern oder neuen Erkenntnissen der empfangenden Stelle möglichst schnell eine korrigierte, erneut datierte Erklärung zur Verfügung.

Feedback & Vorschläge

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